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Der gemeinsame Dialog ist wichtig!

23. Januar 2014

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Gespräch beim Landkreis Osnabrück

Text und Foto: Gabriele Mörixmann

Wir freuen uns, dass der Kreisrat Dr. Wilkens, Bauamtsleiter Herr Röwekamp und der Leiter der Naturschutzbehörde Herr Herpin sich am 20.01.2014 für einen gemeinsamen Austausch mit uns Landwirten Zeit genommen haben. Anlass war der Besuch des Umweltforums im Dezember (siehe weiter unten). Allen Beteiligten ist klar, dass wir im Osnabrücker Raum in einer nährstoffsensiblen Region leben und wirtschaften. Trotzdem stellt sich natürlich die Frage, ob es für uns Landwirte noch Entwicklungsmöglichkeiten gibt. Der Landkreis als Genehmigungsbehörde hält sich dabei ganz klar an die Vorlagen. So werden die Forderungen auch von Seiten des Verwaltungsgerichtes immer detaillierter und der Landkreis reagiert darauf, in dem  er Umweltvertäglichkeitsprüfungen und Vorprüfungen intensiviert. Es werden immer mehr Gutachten in Auftrag gegeben, um den geplanten Stallbau zu prüfen. Das Umweltforum fordert eine 100%ige Rechtssicherheit bei Genehmigungsbescheiden ein. Aber jeder weiß, dass 100% Sicherheit nur derjenige hat, der nichts macht oder - so wie in diesem Fall - gar keine Genehmigung mehr erteilt. Und bei diesem Ansatz waren sich auch schon vor einem Monat das Umweltforum und beim heutigen Termin Landwirte und Landkreis einig, dass es nicht das Ziel ist, keine Landwirtschaft mehr in Deutschland zu haben, sondern eine Landwirtschaft, die aus Sicht des Naturschutzes und aus Sicht der Wirtschaftlichkeit akzeptabel ist.

Wir Landwirte hoffen, dass uns der gemeinsame Dialog mit dem Landkreis und dem Umweltforum auch in der Zukunft gelingen wird und wünschen uns, dass in Zukunft nicht nur Landkreis und Landwirte Erörterungstermine bei anstehenden Bauvorhaben wahrnehmen, sondern auch das Umweltforum Mitverantwortung übernimmt, bevor eine Genehmigung erteilt wird.

Wir freuen uns, dass sowohl der Landkreis als auch das Umweltforum uns signalisiert haben, dass sie genau wie wir daran interessiert sind, nicht gegeneinander sondern miteinander zu reden. Dafür muss jede Seite Verantwortung übernehmen, damit unsere mittelständische Landwirtschaft vielleicht noch in der nächsten Generation eine Chance hat, diesen Beruf weiter auszuüben.

Vielen Dank für den gemeinsamen konstruktiven Austausch!

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