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Kundgebung in Hannover

04. August 2016

Durch die Innenstadt von Hannover

Durch die Innenstadt von Hannover

Mit rund 1.000 Beteiligten rechneten die Organisatoren auf der Kundgebung anlässlich des Deutschen Bauerntages am 30. Juni in Hannover. Weit übertroffen haben die Landwirte diese Marke, als sie mit Dutzenden Bussen und insgesamt etwa 3.500 Teilnehmern aus ganz Deutschland anreisten – der Großteil aus Niedersachsen. Auch aus dem Osnabrücker Land war ein Bus dabei.

„Wir wollen, dass uns die Bevölkerung Vertrauen und Akzeptanz schenkt. Wir ackern mit größter Sorgfalt für die Luft, den Boden und das Wasser und erzeugen die sichersten Lebensmittel, die es je gab“, waren die Worte von Landvolkpräsident Werner Hilse.
Am Morgen trafen sich die Landwirte auf dem Bahnhofsvorplatz und zogen anschließend gemeinsam durch die Stadt. Mit lautem Getöse, Trillerpfeifen, Spruchbändern und Schildern machten sie auf sich aufmerksam. Der Zwischenstopp an der Oper war der Tragödie „Der zerbrochene Milchkrug“ gewidmet, vor dem Zoo wurde Kuh Arabella aus Otternhagen als letzte Kuh an den Zoo übergeben – eine Folge der miserablen Preise. An der Stadthalle angekommen wurden junge Bäuerinnen und Bauern aus Deutschland auf die Bühne geholt. Sie schilderten ihre Sorgen und machten ihrem Ärger auf die Bundesregierung Luft. Hendrik Lübben, Milchbauer und junger Familienvater aus der Wesermarsch sagte, er habe Angst. „Mit dieser Angst stehen wir jeden Morgen auf, sie begleitet uns durch den Tag, und wir schlafen damit am Abend ein.“ Jan Henrik Schöne, Landwirt aus dem Kreis Osterholz-Scharmbeck meinte: „Jede und Jeder von uns, wir alle sind die Guten von nebenan.“
Die Mitbürgerinnen und Mitbürger vertrauten dem Landwirt aus dem Ort. Gegen die überzogene Kritik an moderner Landwirtschaft wehrte er sich unter tosendem Beifall der Zuhörer. Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt lud die jungen Redner zu einem Dialog nach Berlin ein.

Text und Bilder: Friederike Husmann

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